Eingang

Glas-Stelen vor dem Eingang

Glasbodenplatten im Windfang

Glas-Bodenplatte

Durchgang vom Windfang ins Treppenhaus

Treppenhaus mit 2 Glas-Bodenplatten

Grünbereich in der Achse Eingang - Windfang - Treppenhaus

Sitzbank im Grünbereich

Landesamt für Mess- und Eichwesen in Bad Kreuznach 

Künstlerische Konzeption: Messwerte können am besten durch eine Strecke veranschaulicht werden, die einen Beginn, eine bestimmte Richtung und eine definierte Länge vorweist. Als Transfer ist die künstlerische Gestaltung als Strecke zu betrachten, die vom Eingang über Windfang und Treppenhaus zum Gartenbereich führt. Die unterschiedlichen Raumsituationen werden durch ein stringentes Farbkonzept als Einheit wahrgenommen. Dieses Farbkonzept beruht auf dem Phänomen der Spektralfarben. Das Landesamt für Mess- und Eichwesen arbeitet im Wesentlichen mit 7 SI-Basiseinheiten, denen jeweils eine Farbe zugeordnet ist. Diese Farben erscheinen durchgängig auf Glasobjekten: Stelen, beleuchteten Glas-Bodenplatten und Sitzbänken.

1. Licht-Säule: Logo der Schule

2. Licht-Säule: 12 Monate des Jahres; die 4 farbigen Lichtflächen repräsentieren den April

3. Licht-Säule: 7 Tage der Woche; die 3 farbigen Lichtflächen repräsentieren den Mittwoch

4. Licht-Säule: 24 Std. eines Tages; die 11 farbigen Lichtflächen repräsentieren 11 Uhr

1. Licht-Säule: Logo der Schule

2. Licht-Säule: 12 Monate des Jahres; die 9 farbigen Lichtflächen repräsentieren den September

3. Licht-Säule: 7 Tage der Woche; die 5 farbigen Lichtflächen repräsentieren den Freitag

4. Licht-Säule: 24 Std. eines Tages; die 17 farbigen Lichtflächen repräsentieren 17 Uhr

Erweiterungsbau der IGS Herrstein (Entwurf)

Die dem Haupteingang gegenüber liegende Lichtinstallation „Kalendarium“ besteht aus 4 Lichtsäulen, die zwischen den Fenstern positioniert sind. Sie definieren den Schnittpunkt zwischen Neu- und Altbau, sowie dem Innenhof. Die 4 Lichtsäulen bestehen aus einer unterschiedlichen Anzahl von Lichtfeldern, die nach einem vorgegebenen Rhythmus farbig als auch weiß leuchten. Die Licht-Akzente sind Informationsträger, denn sie repräsentieren ein Datum: die 12 Monate eines Jahres, die 7 Tage einer Woche und die 24 Stunden eines Tages. Die Anzahl der farbigen im Verhältnis zu den weißen Farbflächen ist damit lesbar. Eine Lichtsäule unterbricht den Rhythmus von Farbwechseln und modularer Geometrie. Diese Lichtsäule ist illustrativ, orientiert an der Formensprache eines Comic Strips. So können Informationen zur Schule für Schüler in einer zugänglichen Lesart vermittelt werden.

Die Lichtinstallation „Kalendarium“ ist visuelle und geistige Anregung zugleich. Mit dem farbigen

Lichtwechsel wird die Architektur ergänzt und der Schul-Alltag belebt. Die Lesbarkeit des Lichts, bzw. der Farbe veranschaulicht abstraktes Denken und ermöglicht damit den Verlauf von Zeit sichtbar zu machen.

JVA Willingen, Aussenmauer (Entwurf)

Künstlerische Konzeption: Die 70m lange, sehr massiv wirkende Aussenmauer der JVA Wittlich hat abschirmende Funktion, sie trennt die Insassen von der Aussenwelt. Durch die künstlerische Gestaltung kann ein visueller Übergang geschaffen werden, indem die Gefängnismauer sich assoziativ öffnet. Das Thema Pforte/Eingang/Zugang wird aufgegriffen, in dem torähnliche Elemente die Wandgestaltung dominieren. Zwischen diesen Toren liegen Motive mit poetischer Anmutung, die wegen ihres hohen Abstraktionsgrades bewusst nicht eindeutig lesbar sind. So kann der rote Kreis als Sonne, Mond, Ball o.ä. interpretiert werden, an anderer Stelle mag man ein Herz vermuten. Wiederholend tauchen netzartige Strukturen auf, Verstrebungen, die sich verdichten und wieder lösen. Die Motive liegen auf verschieden farbigen Flächen, wodurch unterschiedliche Raumsequenzen entstehen, die in der Abfolge eine auf Dynamik ausgerichtete Gesamtgestaltung ergeben. Das wechselvolle Formenvokabular entlang der Mauer zielt auf Fernwirkung, ist aber so angelegt, dass der Betrachter bei einem Spaziergang entlang der Mauer von abwechslungsreichen Einzelbildern begleitet wird. Am Übergang von Freiheit und Haft impliziert die Gestaltung der Aussenmauer der JVA Wittlich Optimismus. Die Bildwelt begleitet den Besucher in der Begegnung mit dem Inhaftierten. Was Aussen als sich öffnende Struktur abgebildet ist, mag sich im Gespräch als eine persönliche Öffnung hin zum Gefangenen verwirklichen.

JVA Willingen, Besucherraum (Entwurf)

Der Besuchsraum ist der einzige Ort der JVA, in dem der Inhaftierte Kontakt zur Aussenwelt erhält, mit der Familie oder Freunden. Die Begegnung ist ein besonders sensibler Moment, der trotz Glasbarriere und Aufsicht, die Möglichkeit des Austauschs bietet. Es besteht nur ein kurzer Zeitrahmen, in dem sich die Welt des Inhaftierten mit der des Besuchers verbindet. In diesem Rahmen ist das Gespräch, aber auch die Betrachtung von wesentlicher Bedeutung. Daher habe ich für den Besuchsraum eine Bildfolge von Leuchtkästen entwickelt, in der das Thema Kommunikation als diskrete Anmutung erscheint. In verschiedenen atmosphärischen Lichtszenarien begegnen sich Menschen, positionieren sich, suchen und finden den Dialog, auch das Selbstgespräch. Die Fotografien sind so sehr verfremdet, daß der Betrachter sie nicht einer konkreten Örtlichkeit zuordnen kann. Die bewegten Lichtspiele bilden eher einen bühnenartigen Hintergrund für Personen, die teils nur verschwommen, leicht transparent, als Schatten, Zeichnung oder maskenartige Köpfe wahrzunehmen sind. In dem Entwurf verzichte ich bewußt auf die Darstellung von Realität ausserhalb der Gefängnismauern. Es sollen keine unerfüllbaren Sehnsüchte geweckt werden. Sondern diese Bilder stellen eine gestaltete Bildwelt dar, mit atmosphärischem Klang, die Ruhe in der Bewegung vermitteln und den Dialog anregen. 


Neubau der Anthropologie an der Johannes Gutenberg Universität Mainz (Entwurf)

Künstlerische Konzeption: Aufgabe war die Gestaltung einer Trennwand, die den Vorplatz zum Botanischen Garten begrenzt und gleichzeitig den dahinter liegenden Müllplatz verbirgt. Die ca. 11,90m lange und 2,75m hohe Sichtbetonscheibe, sollte durch eine künstlerische Gestaltung als Eingangsschild für den Botanischen Garten bzw. den Neubau der Anthropologie fungieren. Mein Entwurf bezieht sich inhaltlich auf die Wissenschaft der Anthropologie, also auf den Prozess der Menschwerdung. Urknall, Ursuppe, Zellbildung, Mutation sowie der Übergang vom Affen zum Menschsein sind thematisiert. Die eingefügten Worte bieten Assoziationsbrücken zur kulturellen Identität des Menschen, wie Sprache, Mythos, Religion etc.